Historisch - Zu Beginn
 

Im Jahre 1225 wurde in Strausberg auf der höchsten Erhebung eine Burg gebaut, die viele Jahre das Dominikanerkloster beherbergte. Um die religiöse Aura zu spüren, ließen sich gläubige Einwohner direkt in ihrer Nähe nieder. Mit Dienstleistungen für die Burgbewohner verdienten sie ihr Geld. Als Fischer sorgten sie für täglich frischen Fisch auf der Burg. So kam der Kietz zu seinem Namen - der Fischerkietz.
Die Fischer lebten dort in Eintracht mit dem Kloster und hatten so ihr Auskommen.

Mit den Strausberger Stadtbewohnern kam es immer wieder zu Streitereien, die auch gern gute Geschäfte machen und ihren Einfluss stärken wollten. Die Strausberger sorgten z.B. dafür, dass der eingespielte Handel zwischen Kloster und Kietz mit Fischen gegen Bier zu Ende ging. Ein andermal wehrten sich die Fischer dagegen, dass die Stadt einen neuen Fischer angesetzt hatte.
Im Jahre 1616 wurde den streitsüchtigen Fischern vom Rat der Stadt ein Schulze (Bürgermeister) zum Schlichten der Differenzen zugeteilt, damit diese nicht jedes Mal vor dem Rat ausgetragen wurden. Außerdem wurde die Selbstverwaltung zugebilligt. Besonders schwere Zeiten durchlebten die Fischer während des 30-jährigen Krieges, wo es selbst am Garn für die Netze mangelte.